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Papageienatrium
Letztes Update:
Juni 2009

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Monis AUGENRINGSPERLINGSPAPAGEIEN

Die Haltung von Augenringsperlingspapageien im Vergleich zu meinen anderen Forpusarten ist viel angenehmer, da sie viel ruhiger sind und was mich als Züchter freut auch zuverlässig Brüten.
Im Jahr 2001 mußte ich zwar die Erfahrung machen, daß ein Männchen ein Weibchen bei der Brut tötete, aber ansonsten konnte ich wenig Aggressionspotential bei dieser Art beobachten.

Brutbericht:
Nach einigen erfolglosen Brutversuchen mit meinen 4 Blaugenick Sperlingspapageien-Paaren, versuchte ich 2000 mein Glück bei einem Augenring-Sperlingspapageien-Paar.Ich dachte, es wird das erste Mal sowieso nichts. Am 1.06.2000 wurden die Augenring-Sperlingspapageien in einen extra Käfig gesetzt. Futter recht üppig, (Obst, Quellfutter, rote Kolbenhirse, regelmäßig frische Äste, Löwenzahn, Eberesche,...) Nistkasten,...Der Hahn ist gleich am Kasten interessiert, die Henne nicht, wenn ich im Raum bin. Kopulation konnte ich nicht beobachten. Am 10.06.2000 fällt mir zum ersten mal auf, dass das Weibchen in Legestimmung ist und um die Kloake dicker wurde. Ab hier schläft sie im Kasten. Am 12.06.2000 bemerke ich das erste Ei im Kasten. Ab dem 14.06. ist beim Öffnen des Nistkastens ein Geruch wahrzunehmen, der entfernt an Honig erinnert, dies deutet auf den Beginn des Brutvorgangs hin. Am 19.06.00 sind 4 Eier im Kasten. Das Weibchen hockt sehr ausgiebig im Kasten, bei Kontrollen aber nicht auf den Eiern sondern direkt daneben. Außerhalb des Nistkastens sehe ich das Weibchen so gut wie gar nicht mehr .Luftfeuchtigkeit halte ich um die 70 %. Die Temperatur ist um diese Zeit recht warm.(30-35°C Außentemperatur) Um den 25. Juni sind 2 Eier dunkler und somit befruchtet.Erster Schulpftermin ist der 1.7.00. Es tut sich nichts bis zum 5.7.00. Am Spätnachmittag ist der erste
Jungvogel geschlüpft. Er hat einen leichten Flaum. Am 7.7.00 ist dann der Zweite geschlüpft. Unterschied ist, der Flaum hat einen leichten gelben Schimmer.

 

Beim Ersten ist der Flaum rein weis.Vom ersten Tag an haben beide einen gefüllten Kropf und wachsen gut.Vom Männchen ist sehr auffallend, dass er fast den ganzen Tag im Nistkasten ist und vom Weibchen sieht man gar nichts. Als Futter verwende ich weiterhin
Quellfutter, rote Kolbenhirse, Papageiendiät und Wellensittichfutter. Natürlich auch Obst und jede Woche frische Zweige sowie Eifutter (wird aber wenig genommen).
 Mit 11 Tagen, öffnen sich beim Ältesten die Augen und es ist schon eine leichte dunkler Färbung unter der Haut zu erkennen. Bei Nistkastenkontrollen bleibt das Weibchen sitzen und lässt sich durch nichts Stören. Wenn Reinigungsarbeiten im Vogelzimmer anstehen ist es so, dass beide Elterntiere im Nistkasten bleiben und sich nicht stören lassen, auch wenn laute Geräte eingesetzt werden. Am 14. Tag brechen die ersten Federkiele durch die Haut. Und beide Jungen haben offene Augen.Vater wie Mutter sind außerhalb des Kastens nur zur Futteraufnahme und zum Kotabsetzen zu sehen.Der Älteste ist jetzt gut in der Lage seinen Kopf zu halten. Er läuft auch schon kleine Strecken. Der Vater bleibt jetzt ebenfalls im Kasten, wenn ich ein Junges bei der Nistkastenkontrolle entnehme. Verhalten bleibt bis zum 21.07.00 gleich. Als Futter geht am Besten Kolbenhirse und Papageiendiät. Außerdem wird das trockene Eifutter angenommen. Obst, Astgaben,... werden in dieser Zeit nicht beachtet. Als das Weibchen wieder öfter aus dem Nistkasten komm, wird wieder Obst gefressen.Über Nacht gewässertes Futter wird ebenfalls gerne genommen.Am 21.07. 00 wird ein halber Maiskolben ganz abgefressen, außerdem sehe ich um die Mittagszeit beide Elterntiere außerhalb des Nistkastens. Um 14.15 h werden die beiden Jungvögel beringt. Mit 29 Tagen fliegt der Erste aus, er hat einige blaue Flügelfedern, woraus ich schließe, dass er ein Männchen ist. Der andere ist ganz grün (Weibchen) und benutzt seinen Fuß wieder ganz normal, er fliegt mit 32 Tagen aus.Geschlafen wird von der ganzen Familie im Nistkasten. Um ca. 17 .30 Uhr ziehen sich alle in den Nistkasten zurück. Als Nistkasten benutzte ich einen querformatigen Wellensittichnistkasten, der mit Sägespänen ausgelegt ist, außerdem besitzt er eine Nistmulde. Anstatt der Späne sind vielleicht Buchenholzstückchen besser, da sie nicht so leicht verschluckt werden können und so einen Erstickungstod verhindern. Vom ersten Tag an kann ich beobachten, wie die Jungvögel schon Futter aus dem Futternapf aufnehmen. Dabei wird der roten Kolbenhirse der Vorzug gegeben, aber auch Obst wird gerne gefressen. Gewässertes Futter wird von beiden Jungtieren gerne genommen .Beide Elterntiere füttern, wobei das Weibchen eine ganz eigene Art hat. Sie würgt mit Rüttelbewegungen von rechts nach links während das Männchen wie z.B. meine Wellensittiche von unten nach oben würgt.Gebettelt wird so, dass der Jungvogel die Flügel abspreizt und sich mit sehr leisen Bettellauten von oben nach unten bewegt.Beide Jungvögel sind in ihrem Futterverhalten sehr neugierig und probieren alles, was an bekannten Stellen angeboten wird.Am 15.08.2000 um 14.45 h beobachte ich dann zum ersten Mal eine Kopulation.Das Weibchen sitzt etwas geduckt auf einer Stange, dabei hebt es den Bürzel leicht an. Das Männchen tippelt werbend daneben, füttert und stellt einen Fuß auf den Rücken des Weibchens, der andere bleibt auf der Sitzstange. Dann findet die eigentliche Kopulation statt, die ca. 30 sec. dauert.Das Weibchen hält sich ab diesem Zeitpunkt wieder viel im Nistkasten auf, die Jungen schlafen außerhalb, eng aneinandergekuschelt (Jungtiere und Vater) und werden nur noch vom Männchen gefüttert.
Die Zweite Brut beginnt.
Das erste Ei ist am 18.08.2000 im Nistkasten. Es werden 6 Eier bebrütet von denen alle befruchtet sind und zum Schlüpfen kommen. Leider entwickeln sich nur Küken 1-3 gut, ab dem 4. ist es so, daß die Jungen beim Schlupf oder in den ersten 24 Stunden sterben. Ich glaube sie werden von den anderen zerquetscht, denn alle haben einen vollen Kropf und sehen auch sonst ganz gesund aus.Bei der zweiten Brut ist es nicht mehr ganz so warm (Außentemperatur um die 20°C) und ich kann jetzt beobachten, dass das Weibchen nicht wie bei der ersten neben sondern auf den Eiern sitzt. Aus dieser Brut sind es dann 2 Hähne und 1 Henne, die Mitte Oktober flügge werden.Ab dem zweiten Ei schläft der Hahn wieder mit im Nistkasten und die Jungen aus der ersten Brut außerhalb. Zu Beißereien mit den Jungen aus der Ersten Brut kam es bei mir nicht, auch wenn mir dies von anderen Züchtern bekannt ist und ich deshalb besonders darauf geachtet habe. Als dann das erste Junge schlüpft entferne ich aber trotzdem vorsichtshalber die beiden Jungtiere. Bei dieser Brut hatte ich das schöne Erlebnis, daß ich bei dem dritten Jungen den Schlüpfvorgang beobachten konnte.
Probleme bei dieser Brut machte die Beringung.
 3 Tage nach der Beringung,am 21.07. 00, ist beim Älteren Jungvogel der Ring vollständig entfernt und beim Jüngeren ist der Fuß dick angeschwollen. Ganz vorsichtig entferne ich auch hier den Ring und behandle den Fuß mit Teebaumöl und mit einer Wund und Heilsalbe. Die Schwellung geht nur langsam zurück.Die beiden hinteren Zehen scheinen leblos zu sein und werden vom Vogel nicht benutzt. Der Fuß wird eine Woche so behandeltBeide Altvögel sind jetzt wieder öfter im Käfig zu sehen und füttern die Jungen gut. Am 03.08.2000 stelle ich fest, dass das Junge seinen Fuß wieder zum Greifen benutzt.
Die Beringung der Jungtiere der zweiten Brut fand nach den ersten negativen Erfahrungen mit 1,5 Monaten statt. Hierbei wurden nun offene Ringe benutzt. Diese Ringe gelten dann zwar nicht als Selbstzuchtnachweis, aber ich habe dann keine Fußverletzung zu befürchten.
Von einem anderen Züchter bekam ich den Tip, den beringten Fuß mit einem Pflaster zu schützen, aber ich wollte keine  Risiko eingehen.
Und weiter geht es mit dem Brutbericht:
2001 habe ich nicht so viel Glück, bei den Augenringsperlingspapageien und habe aus allen Paaren nur einen Jungevogel. Ein Weibchen wurde vom Hahn auf den Eiern getötet,.........
2002 beginne ich dann mit der nächsten Brut:
Im Frühjahr brütet ein Paar, welches 2 Eier legt und dann ein Junges zum Schlupf kommt leider stirbt dieses Junge nach 5 Tagen. Zu dieser Zeit hatte ich auf dem Nachbargrundstück einen Gebäudeabriss, was immer wieder zu großen Erschütterungen führte, die Henne saß nicht so ausdauernd wie sonst auf dem Gelege und auch als das Junge geschlüft war kümmert sie sich nicht wie sonst um das Junge
Im Mai 2002 bekommen dann alle anderen Paare eine Nistmöglichkeit, sie sind alle in Zuchtboxen untergebracht. Anfang Juni schlüpfen dann die ersten Jungen
Ende Mai geht es dann mit der Baustelle weiter, nun sind aber keine Erschütterungen in dem Maß zu spüren es ist manchmal laut, aber dies scheint nicht zu stören.
Alle 4 Paare die zur Brut schreiten haben befruchtet Eier und im Nest 1 schlüpfen 3 Junge von 5 Eiern, im Nest 2 schlüpfen 5Junge von 5 Eiern und im Nest 3 schlüpfte 1 Junges von 3 Eiern. Aus Nest 2 wurde hier ein Junges dazugesetzt. Das letzte Ei ist befruchtet aber nicht zum Schlupf gekommen.
Die anderen 2 angesetzten Paare schreiten nicht zur Brut gleich zur Brut. Nach eineinhalb Monaten beginnt dann noch ein Paar mit der Brut und das andere hat Gefiederprobleme, daher nehme ich den Nistkasten aus der Zuchtbox dieses Paares.
Beim Nachzüglerpaar werden 6 Eier gelegt.
Beim Paar des Nestes 1 konnte ich beobachten, dass dieses Paar sich anders paart. Die Henne besteigt den Hahn von der Seite und sie reiben ihre Kloaken aneinander.
Beim Nachzüglerpaar schlüpft am 13.07.02 das erste Junge, zwei Tage später dann Nummer 2 und weitere vier Tage das dritte.
Am 17.08.02 beginnt wieder ein Paar mit der Brut, auch bei Paar 2 kündigt sich eine baldige Eiablage an.
Einige Tage später sind wieder drei Paare mit Eiablage und Brut beschäftigt.
Am 06.09.02 schlüpft dann das erst Junge am 07.09.02 das zweite und am 09.09.02 das dritte, somit waren alle Eier befruchtet und kamen zum Schlupf.
Beim zweiten Paar kommt es nicht zum Schlupf und beim dritten Paar schlüpft das erste von 4 Jungen am 14.09.02 bis 20.09.02 schlüpfen auch hier alle somit sind in diesem Nest 4 Junge geschlüpft.
Die folgenden Bruten werde ich hier nicht mehr erwähnen, nur Besonderheiten, werde ich noch aufführen. Unter
Aktuelles finden sich dann immer Infos zur Brut wenn eine stattfindet.

Die Universität Hamburg, Fachbereich Biologie, Zoologisches Institut und Zoologisches Museum, hatte eine Projektbeschreibung zum Thema:
Sozialisation und akustische Kommunikation bei Augenring-Sperlingspapageien im Internet. Leider ist sie nicht mehr im Netz.
Ergebnis: Jungvögel schließen sich zu sogen. Kindergärten zusammen.

Bildfolge vom Schlupf bis zum Ausfliegen :