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Rüppellspapagei
Seit September 2004 ist bei mir eine weitere Art der Langflügelpapageien eingezogen.
Rupi ist ein Rüppells-Hahn, der 1999 im Loro Park geschlüpft ist. Sein Leben ist bisher etwas traurig gewesen, denn er wurde zusammen mit einem
Mohrenkopfpapageien verkauft, und diese recht dominante Henne hatte ihm das Leben sehr schwer gemacht mit Eifersucht und hat ihn auch an den Augen verletzt.
Hier nun ein kurzer Bericht des Krankheistverlaufes wie er sich aus Sicht seiner “damaligen” Halterin darstellt: Zitat: Sympthome:
Die Augen sahen aus als hätte er eine Bindehautentzündung wie z.B. durch Zugluft.
Verlauf: Als erstes ging es zum "normalen" Tierarzt., insgesamt 4 Mal.
Einmal gab es Tröpfchen fürs Wasser, dann wieder kleine Körnchen fürs Futter, das nächste Mal eine Aufbauspritze, weil er schon so stark abgemagert war. Beim 4 Mal wieder Tröpfchen, ein Antribiotikum.
In der Zwischenzeit hat die Halterin die Beiden in getrennte Käfige gesetzt, weil es ihr einfach besser erschien. Hier kann sich der Vogel von mit etwas mehr Ruhe erholen.
Ergebnis ist auch, dass genauer kontrolliert werden welche Futtermenge aufgenommen wird. In dieser Zeit hat er sehr wenig gefressen.
Weil es mit diesem Tierarzt keinen Fortschritt gab, suchte man dann einen “vogelkundigen Tierarzt” und hat dank Internet auch einen ganz in der Nähe gefunden.
hier die Adresse:
Tierarztpraxis Cappel Dr. Laucher, Dr. Richter und Dr. Sajitz Haller- 142 74613 Öhringen Dr. Richter ist der Papageienspezialist.
Also nichts wie hin. Einen Termin gemacht und dann los.
So dann kam das große Donnerwetter. Erst mal kam eine Predigt vom TA, weil ich nicht gleich gekommen bin, Tierquälerei, Verantwortungslos usw.
Nach Erklärung der Lage war alles klar und die Behandlung ging los.
1. Aufbauspritze (wegen der Abmagerung) 2. Salbe für die Augen (in der Apotheke holen; Augensalber nicht speziell für Tiere)
3. Drei Tage später, wieder eine Spritze 4. dann alle 3 Tage antreten zum spritzen. 5. 2 mal täglich Rupi rausfangen und Augen behandeln Insges. mindestens 10 Arztbesuche a 22 Euro.
Die Augenbehandlung ging dann ca. 6 Monate lang, gespritzt wurde nicht mehr. . Er nahm wieder zu (wurde natürlich höllisch verwöhnt). Das beste war gerade gut genug für das Sorgenkind.
Die Augen wurden besser, die Vereiterung ging zuürck. Er wurde wieder "dicker" und aktiver. Nur die Lichtempfindlichkeit war extrem. Er
wollte nicht in der Sonne sitzen, also wurde der Käfig mit einem Handtuch teilweise abgedeckt. Dann war alles in "Butter". Zum Trinken bekam er immer Kamillentee.
Dann wurde auch die Lichtempfindlichkeit noch etwas besser, aber ganz hat sie sich nicht gelassen.
(Soweit der Bericht)
Anmerkung:
Wie diese Darstellung leider wieder einmal zeigt, gibt es sehr viele Tierärzte mit der Behandlung überforder. Aus diesem Grunde sollte man gerade bei
der Auswahl genau schauen und schon vor dem Ernstfall schauen wohin man sich wenden kann.
Nach der aufwendiger Tierarztbehandlung stand dann die Frage an wie geht es weiter, denn es war nicht möglich die
Beiden miteinander zu halten und so kam er dann zu mir. Durch die Behandlung ist er dem Menschen gegenüber recht ängstlich geworden.
Er ist in den ersten Tagen hier recht schreckhaft, ich hoffe aber dass sich das etwas bessert. Wieweit sein Sehvermögen wieder vollständig ist, kann man natürlich nicht sagen, er zeigt auf jeden Fall eine gewisse
Lichtempfindlichkeit, hat sich aber nach anfänglicher Müdigkeit recht gut in seinem Käfig zurecht gefunden.
Ein Danke möchte ich an dieser Stelle an seine vorherigen Halter aussprechen für das Vertrauen das sie mir geschenkt
haben und hoffe dass Rupi sich gut einlebt und mit einer Rüppellhenne dann ein glückliches Leben führen kann. Im Oktober 2004 zieht dann eine Rüppellin ein, sie ist von 1998 und bekommt den Namen Safi = rein = Swahili. Somit ist nun auch dieses Paar komplet und ich bin jetzt mal gespannt, wie es den Beiden mit meiner restl. Langflügelbande geht. |
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Dieses Bild zeigt Rupi gerade eingezogen und
sehr müde nach der Fahrt hier nach Ulm. Nach einigen Tagen Einzelhaltung habe ich dann Rupi zu Gino vor den Käfig gestellt. ‘Und nach einigen weiteren Tagen dann einfach probiert was sich die
beiden tun. Ergebnis: NICHTS Da sie sonst beide allein sind, habe ich sie zusammengelassen. Hierbei stellte sich für mich die Frage, kommt Rupi auch was vom Fressen ab. Am folgenden Tag, habe
ich dann beobachten können wie er ganz feste gefuttert hat. So war ich beruhigt und Rupi kann sich etwas in Langflügelverhaltensweisen einüben. Gerade im Moment sind beide an den drei Futternäpfen
und mampfen einträchtlich miteinander. Erleichterung mach sich bei mir breit und ich denke es ist wieder ein Schritt für Rupi gemacht.
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Sicher ist es nicht leicht für ihn, aber Schritt für
Schritt kann er so vielleicht zu einem glücklichen Vogel werden. Hier noch ein Blick in die Voliere.
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20.10.2004: Heute zieht nun Safi ein.
Sie kommt zu Rupi und die Beiden sitzen sofort auf einer Stange. Das ist ja mal ein guter Anfang. Hier ein Bild davon, die Vögel sind gerade mal 5 Minuten in einer Voliere.
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Rupi wir immer lebhafter und auch Safi scheint die neue
Partnerschaft zu gefallen. Da ich Rupi nicht belasten will, habe ich den Tierarztbesuch mal hintangestellt. Rupi ist ganz aufgeregt, weil Safi starkes Interesse an Nistkästen zeigt, somit habe ich einen
reingehängt, eigentlich nicht, weil ich denke dass es Nachwuchs gibt, sondern weil es der Paarbindung helfen kann. Wenn es dann Frühling ist, entscheide ich dann wie es weiter geht. Jetzt bin ich mal gespannt was
sich bei den Beiden tut.
Stand Dezember 2005: Beide Vögel haben sich in die Ordnung der anderen Langflügel gut eingefunden. Safi ist anderen gegenüber immer noch sehr zurückhaltend. Rupi fliegt munter mit
den anderen im Freiflug mit und verteidigt auch sein Revier.
Auffällig ist bei beiden, dass sie als Schlafplätze geschützte suchen, sich schlupfen gerne unter etwas und wenn es auch nur der Futternapf ist. Weitere Bilder finden sich hier. Ende Dezember 05 bekommt Rupi Besuch, und kennt seine alten Besitzer wieder. Ich finde es schön, wenn das Interesse an den Vögel erhalten
bleibt, auch wenn sie nicht mehr im Haus sind.
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