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Juni 2009

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Bilder einer Handaufzucht von Mohrenkopfpapageien

Diese Bilder entstehen bei der Handaufzucht von drei jungen Mohrenkopfpapapgeien. Es sind Geschwister zu Charly meinem Mohrenkopfhahn, die am 4. , 7. und 11. Mai 2004 geschlüpft sind. Es soll hier ein kl. Tagebuch einer Handaufzucht entstehen.

Hinweis:
Diese Seite läd sehr langsam, da sehr viele Bilder und auch ein paar Filme zum Anschauen sind.
Also bitte etwas Geduld aufbringen, danke.

Sie kommen am 8.Juni 2004 zu mir und da sind folgende Bilder entstanden:
Erst einmal alle in einer Reihe, und dann folgen sie dem Alter nach, beginnend von dem Jüngsten bis zum Ältesten.

Auf diesem Bild sieht man, dass es nicht so warm ist, und so haben die kleinen einen starken Flaum.
Rupferei beginnt meist erst wenn das “Großgefieder” durchbricht.
Der Jüngste war beim Einzug der Aktivste.
Und dann nochmal einen Blick auf die beiden Ältesten.
Auch sie haben eine sehr stark ausgebildetes Flaumgefieder.

09.05.04
Die Kleinen fressen alle drei sehr gut. Auch scheint ihnen die Umstellung gut zu bekommen, der Kropf war gut entleert, als ich am Morgen gefüttert habe.
Aufällig ist, dass der Kleinste sehr lebhaft ist im Vergleich zu seinen Geschwistern.

10. Juni 04
Die Rückenfedern beim Ältesten brechen auf.

Und so sieht es aus wenn gefüttert wird.

und so wenn wir satt sind.

11. Juni 2004_
Gestern haben die Kleinen einen Ausflug gemacht und gut überstanden.

So ein junges Leben in der Hand, das ist eine schöne Erfahrung. Die Kleinen sind sehr gut zu handeln, und das vereinfacht vieles. Aber sie können auch schon gut drohen, das hört sich dann fast wie ein Bienenschwarm an.

12.Juni 2004
Heute habe ich mal 3 kleine Filme der jungen Mohren.
Hier vor der Fütterung und während der Fütterung. Sie sind heute aufgenommen worden. Um die Filme anschauen zu können einfach darauf klicken.

Sie verstecken sich noch gerne untereinander.



Bei der Fütterung war es schwierig sie zu füttern und gleichzeitig zu filmen.
Aber ich denke das Ergebnis hilft, sich den Rest vorstellen zu können.

bei den Filmen bitte etwas Geduld mitbringen, denn sie benötigen einige Zeit um sie zu laden

13. Juni 2004
Besonders der Jüngste frisst mit betteln und rütteln, und nimmt am Besten Gewicht zu. Die anderen Beiden sind nicht immer so gute Esser.

14. Juni 2004
Da wie gestern beschrieben, nicht alle drei gleich gut fressen, ist es besonders wichtig sie vor und nach der Fütterung zu wiegen.
das folgende Bild zeigt den Mittleren nach der Fütterung. Er hat 14 g mehr wie vorher und sehr gut gefressen, dies aber auch nur, weil er die Fütterung vorher sehr wenig genommen hatte, das ist dann der Ausgleich. Insges. sind aber alle mit dem Gewicht im grünen Bereich, es ist also alles ok.

15. Juni 2004:
Die Kleinen reagrieren jetzt schon auf meine Stimme mit Bettelrufen.
Das Füttern ist jetzt immer ein “nettes” Erlebnis, denn man weiß nie was auf einen zukommt
Der Älteste ist nun schon soweit, dass er, wenn er es kann zu einem kommt, und das mit allen Anstrengungen zudenen er fähig ist.
16.Juni 2004:
Sie werden immer neugieriger, wenn einer bei der Fütterung ist, schauen andere zu, manchmal ist das gar nicht so einfach, denn das Loch ist für zwei “Dickköpfe” einfach zu klein.

17. Juni 2004:
Da ich gerade immer wieder sehr in Zeitnot bin, habe ich auch nicht soviel Zeit die Kleinen zu beobachten.
Und als ob sie es wüssten, bei Fütterungen geht es bei den ersten ml ganz gut, aber dann, muss ich einiges an Überzeugungsarbeit leisten, dass jeder seine Portion auch schluckt und nicht wieder nach oben würgt.
18. Juni 2004:
Nachtfütterungen sind nicht mehr beliebt.
Bisher habe ich viermal am Tag gefüttert und stelle nun auf dreimal um,
19. Juni 2004:
Die Neugier steigert sich weiter, immer wieder schaut man aus dem Kasten und beobachtet das Umfeld.

20. Juni 2004:
Alle drei halten ihr Gewicht und sind zur Zeit zwischen 150 und 120 gr. vor der Fütterung und nehmen dann um die 12 ml zu sich.
Bei wenig Wasser fressen sie nicht so gut, das sie es vermutlich nicht so gut und leicht schlucken können.

Auf dem Bild sieht man auch gut, wie jetzt gleich gebettelt wird, sobald die Spritze sichtbar wird.

Bauchgefieder ist langsam auch fertig.
Und wie alle Kinder sind sie kaum mehr still zu halten, sondern rennen rum, wenn man z.B. wiegen will, da ist es gar nicht so leicht das genaue Gewicht zu bestimmen.

Für heute war es dass dann mal wieder, tschau!

21. Juni 2004:
Die Jungen werden immer agiler, und sind auch immer neugieriger.

22. Juni 2004:

Weil die Jungen viel in ihren Ausscheidungen sitzen, werde ich die nächsten Tage mal ein Vollbad anordenen, heute ist es zu kalt.
Der Mittlere macht mir immer wieder mal Sorgen, weil er einfach weniger frisst und auch immer so ca. 10 gr. weniger wiegt wie die anderen.


23.Juni 2004:
Gewichtskontrolle vor der Fütterung:
Jüngster = 126 gr.
Mittlerer = 115 gr.
Ältester = 125 gr.
 

24. Juni 2004:
Heut ist dann der große Badetag.
Erst wird gefüttert und dann in handwarmem Wasser eingeweicht und gebadet.
Ich ernte einigen Protest, aber es hilft ja nichts, der Bauch, die Füsschen, der Schwanz alles ist verklebt und sollte gesäubert werden, nach dem Bad werden die Kleinen dann im Handtuch etwas getrocknet und mit den Fingern werden Futter- und Kotreste entfernt.
Hier nun einige Bilder die dabei entstanden sind. (Bild oben ist auch heute entstanden.)
Jüngster von vorne:                                  ganz nass der Kleine:

25. Juni 2004:
Die Kleinen haben heute einen Fasttag eingelegt, und sehr schlecht gefressen. Ich bin schon richtig erschrocken.

26. Juni 2004:
Heute haben die Kleinen so gut gefressen wie noch nie, und sie üben jetzt immer intensiver das Fliegen.
Auch habe ich heute schon den Ältesten erwischt, wie er oben auf den Zweigen gesessen hat.
Heute sind sie zum ersten Mal alle drei aus dem Aufzuchtkäfig gekommen um sich ihre Portion an der Spritze mit Rüttelbewegungen abzuholen.

27. Juni 2004:
Heute ist ein wichtiger Tag, bei allen wurde zwei Schwanzfedern ausgezogen und schön in Alufolie verpackt, ordentlich beschriftet und geht morgen zum DNA Test, dann steht endlich das Geschlecht der Mohren fest. Zusätzlich habe ich noch einen Braunkopfpapagei mit bestimmen lassen, dies war auch der Grund, warum ich erst heute die Federn gezogen habe.
Bei der Fütterung ist der Mittlere heute ca. 30 cm weit geflogen um zu mir zu kommen.
Dazu war viel Mut notwendig, aber es ist ja auch kein Meister vom Himmel gefallen, auf jeden Fall ist er sicher bei mir gelandet.

28. Juni 2004:
Heute gibt es mal wieder Bilder.
Die Mohren fordern jetzt schon immer lautstark nach ihrem Brei, und wenn ich füttere dann habe ich meine liebe Not, denn ich muss ja wissen wieviel ml der einzelne frisst, wenn der eine dann gerade geschluckt hat, dann rüttelt schon der andere an der Spritze, aber der bekommt seine Ration erst dann wenn Nr. 1 fertig ist.
Fertig gefüttert, dann rütteln sie gegenseitig, und so würgt der eine dem anderen Futter hoch und umgekehrt, schon in diesem Alter lernen sie so sich zu füttern, dies ist ein wichtiger Baustein im späteren Sozialleben. Dies zeigt auch wie wichtig es ist, dass sie nicht isoliert aufgezogen werden sondern im Geschwisterverband. Einzelkinder haben immer schneller Probs, denn sie haben ja keinen Lernpartner.
Die Federn sind auf dem Weg zur
DNA.
Auf dem ersten Bild sieht man wie der junge Vogel schon selbstständig aus dem Käfig kommt. Die Kolbenhirse wird noch nicht angerührt.

Der Film zeigt gut wie schnell sich ein Mohrenkind ablenken lässt, Hier kommt ein Geschwister auch zur Spritze und da muss man ja schauen wer da kommt, oder?

29. Juni 2004
Die Mohrenkinder werden immer aktiver, sie klettern immer mehr und versuchen immer öfter das Fliegen.
Das Gewicht ist auch auf der abnehmenden Kurve, denn durch die vielen Flügelübungen verlieren sie Energie und werden leichter um dann auch wirklich fliegen zu können.


30.06.2004:

Jetzt sitzen die drei schon immer öfter auf einem Ast.
Zur Fütterung kommen sie jetzt alle im “Sauseschritt”, fressen wie die Weltmeister und kuscheln sehr viel miteinander.
Am Wochenende werde ich die ersten direkten Kontakte mit meinen erwachsenen Mohren zulassen. Ich bin gespannt wie das abläuft. Es ist jedes Mal interessant wie Flori und Charly so unterschiedlich mit den Mohrenkindern umgehen.
Für die Entwicklung der sozialen Verhaltensweisen, sind diese Kontakte aber sehr wichtig.
Allein würde ich meine nie mit den Kleinen lassen, das wäre zu gefährlich.

1.Juli 2004:
Der Käfig indem sich die drei befinden ist 120 cm lang, bisher waren sie immer nur in einer Ecke zu finden, heute habe ich einen schon auf der anderen Seite erwischt.
Seit gestern ist ein Napf mit Futter im Käfig, in der Nähe der “Schlafecke”, und heute habe ich gesehen wie der Kleinste, schon ein Körnchen im Fuss hatte und daran herrumknabberte, es nicht aufbekam, aber das Interesse und der Versuch und Irrtum ist ein weiterer Schritt auf dem Weg in das Leben.

2.Juli 2004
Heute gab es die ersten Annäherungen mit Charly.
Flori darf noch nicht, den Charly muss erst mal schauen ob es gefährlich ist.

3. Juli 2004:
Heute ist der Älteste schon ein Stück weit gefolgen, und kann es schon recht gut.
Auch Gefiederpflege und beknabbern verschiedener Dinge ist immer mehr interessant.
Dementsprechend, ist sein Gefieder am schönsten, die anderen beiden beknabbern sich nur gegenseitig.
Das Sitzen auf Ästen fällt jetzt immer leichter.

Aus diesem Grund bin ich heute in die Natur und habe frische Äste für die Mohren aber auch für alle anderen Gefiederten besorgt.
Bin mal gespannt, wie die Kleinen damit umgehen.
Von den älteren Zweigen wurden schon Stückchen abgeknabbert.

4. Juli 2204:
Mit Charly und Flori im Freiflug, das ist zur Zeit noch so, dass die KLeinen losfliegen, und dann sofort kläglich schreien und wieder zurück zu mir kommen.Besonders Charly ist damit beschäftig , dass ja keiner der Kleinen einen Platz bekommt, der vielleicht sein Lieblingsplatz sein könnte oder noch werden könnte.

5. bis 10 Juli 2004:
Die drei werden nur noch zweimal täglich gefüttert und fressen schon immer besser selber etwas.
Das DNA Ergebnis kommt und ist man glaubt es kaum so, dass alle drei Männchen sind.

11. Juli 2004:
Die Kleinen fliegen immer sicherer und werden auch zu den anderen immer frecher.
Bei Besuchern, sind sie reihenweise Herzensbrecher, d.h., fast jeder will einen mitnehmen. was natürlich noch nicht geht, da sie noch nicht futterfest sind.
Obst wie Johannisbeeren, Kirschen, Stachelbeeren werden gerne genommen und im Käfig und Umgebung verteilt.

12. Juli 2004:
Jetzt stelle ich so langsam auf einmalige Fütterung um.
Dies ist notwendig um sie langsam futterfest zu bekommen.
13. und 14. Juli 2004:
Der Älteste futter fast nichts mehr aus der Spritze, wogegen der Jüngste noch kräftig bettelt wenn ich den Raum betrete und er mich sieht.
15. -17. Juli 2004:
Bei den täglichen Freiflügen kann man merken, dass die Drei keinerlei Angst vor anderen Vögeln oder sonst etwas haben, hier ist immer noch Vorsicht angesagt, weil sie mit andern Langflügel unterwesg sind, die ihnen zwar den Kindervorschuss geben, aber auch mal zupacken könnten.
Besonders Charly ist wieder eifersüchtig.
20 Juli 2004:
Heute möchte ich eigentlich den Bericht aufgeben, denn die drei sind nun schon (fast) fertig.
Sie sind sehr anhänglich und verschmust und wollen immer noch gerne gekrault werden.
Sie bleiben jetzt noch ca. einen Monat hier um dann in ihre neue Heimat umzuziehen, soweit sie bis dahin alle einen Platz gefunden haben.
Der Älteste bleibt ganz in meiner Nähe, und wird so wie es aussieht Charly heissen, mal wieder ein KleinCharly der sein Leben hier begonnen hat.
Jetzt noch einige Fotos aus den Freiflügen der Mohrenkinder, sie sind nicht immer zusammen unterwegs, sodass sie nicht immer alle zu erwischen sind.

Natürlich werden auch die Flügel in allen Lagen ausprobiert und gestärkt.

Gelandet wird noch mehr oder weniger überall.
Auf Kopf, Seil, Käfigen und auch mitten im Gesicht, was ich nicht so super finde, aber so sind sie nun mal.

Gefiederpflege und sich recken und stecken wird auch von allen immer wieder gemacht.
Insges. kann man sagen sie sind sehr aktiv aber auch noch schnell müde, und kuscheln gerne miteinander.
Sie sitzen z.B. im Käfig immer beisammen und auch im Freiflug suchen sie sich immer wieder. Dies ist für mich auch eine Bestätigung wie wichtig es ist, dass sie nicht allein aufgezogen werden wenn es irgendwie geht, sondern mit, wenn möglich, gleichartigen Vögeln.

Alles wird neugierig bestaunt und benagt, und überall wo es nur geht wird Unfug angestellt, sei es dass man Kopfüber am Seil hängt und dabei Bettelschreie aussendet, oder auch überallhin nachfliegt, auch wenn man da fast nicht durchkommt man muss einfach mit.

Und das sind jetzt nochmal alle drei auf ihrem Lieblingslandeplatz der Spirale, hier fliegen sie nach der Fütterung immer hin.
Bei der Fütterung rühre ich jetzt immer weniger Brei an, der Älteste nimmt fast nichts mehr.
Und wie immer wird viel versabbert und durch die Gegend geschleudert.
Am Wochenende werde ich die Fütterung einstellen.
Hierbei werden sie natürlich besonders beobachtet, ob sie genug fressen.

23. Juli 2004:
Heute kommt noch ein kl. Mohr dazu, der ein klein wenig älter als die drei ist, das besondere, es ist eine Henne.
Sie wird von allen dreien gut aufgenommen.
Gegenseitiges Kraulen und miteinander fliegen scheint allen Spaß zu machen.
Es folgen einige Bilder:
Auf dem ersten sieht man alle 4 auf der Spirale. ( Henne mitte rechts)
Und dann eine Protraitaufnahme der jungen Henne auf dem Bild daneben.

Henne ist die schwächer gefärbte rechts.
Erste Kontaktaufnahmen mit dem Jüngsten der drei Mohren.

Bei wichtigen Vorkommnissen oder sonstigen Vorfällen werde ich natürlich wieder berichten.

Im September 2004 verlässt mich der Letzte der Jungen. Es fällt mir nicht immer leicht, sie abzugeben, aber ich glaube sie haben wieder ganz tolle Vogelmamas und Papas gefunden.
Genau wie all die anderen lieben kl. Mohren die hier schon versorgt wurden.
Von dieser Stelle liebe Grüße an alle Knuddelmonster, die ich alle, jeden auf seine Art ins Herz geschlossen habe, egal ob eigenwillig und freiheistliebend wie z.B. Mohrle, Angi und Tobi, oder die vielen Charlys, die ich schon fast nicht mehr zählen kann( bisher sind es Kleincharly, Charly der liebe Muppel, Charly der etwas schüchterne und Charly bei Robert), Jerry und Kira, Joya die bei Mohrle eingezogen ist, Mogli der leider an Aspergillose leidet, Mogli 2 der bei Panchi eine Partnerin gefunden hat., Flori, die von meiner Floriane den Namen bekam. Jago, der nun nochmal umziehen muss. Machts gut ihr alle, ich hoffe es geht euch allen gut. Und bes. gute Besserung an Mogli. 

Bei der nächsten Handaufzucht werde ich dann wieder Bilder zeigen.
Normalerweise, brüten die Paare eigentlich immer zuverlässig im Dezember, allerdings scheint sich das dieses Jahr zu ändern.
Nun scheint es bald wieder soweit zu sein, in ca. 6 Wochen(ca. mitte März 06) wird wieder eine Mohrenhandaufzuchtphase beginnen.