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Im November 2004 war ich mehrmals im Loroparque auf Teneriffa. Der Park und auch die ein paar Kilometer
südlicher gelegenerere Zuchtstation, waren ein Erlebnis für mich. Gut gefallen hat mir dabei beispielsweise, dass sie gattungsweise gezeigt werden und der Besucher so einen guten Überblick über die einzelnen
Gattungen bekommt. Auch dass in den einzelnen Volieren Naturäste und bewegliche Seile als Einrichtung sind, fand ich sehr gut. Ein besonderer Dank gilt Herrn Matthias
Reinschmidt, der sich viel Zeit genommen hat und mir die Zuchtstation in La Vera gezeigt hat. Sie liegt in einer früheren Bananenplantage und hat ca. eine Größe von 17.000 qm. Hier
habe ich einige der dort gehaltenen Papageien angeschaut, wobei die Menge den Zeitrahmen gesprengt hätte und ich mich so auf einige Arten beschränkt habe. Natürlich waren Forpus
, Poicephalus und auch die kleine Arabella (Spixara) Pflicht. Auch meine vielen Fragen wurden von Herrn Reinschmidt beantwortet, wie z.B. zur Futternapfwaschanlage, wie auch
zu den verschiedenen Nistkästen oder der Fütterung verschiedener Arten. Von Herrn Reinschmidt war besonders die Liebe zu den
Palmkakadus zu bemerken, die mehrere Exemplare gemeinsam in einer riesigen Voliere gehalten wurden, um sich als Paare zu finden. Auch die steigende Spannung nach dem zweiten Gelege der
Spixaras war zu spüren, die eine Woche später zum Schlupf kommen sollten. In der Zuchtstation wie auch im Park fand ich gut gelöst, dass zwischen den einzelnen Volieren
Sträucher, Büsche und Obstbäume gepflanzt sind, die sie gegeneinander auf natürliche Weise abgrenzen. Da Teneriffa die Insel des ewigen Frühlings genannt wird, ist auch klar, dass sie durch
ihr Klima eine gute Ausgangsposition bietet, um Papageien zu halten und auch zu züchten. Einen weiteren Dank möchte ich bei Frau Birgit Veenker aussprechen, die mir den Kontakt zu Herrn
Reinschmidt ermöglicht hat. Neben den Papageien hat mich auch besonders die Delphinshow beeindruckt, auch als die Tiere
einmal nicht so wollten wie die Trainer, wurde dies akzeptiert und kein Zwang ausgeübt, die Tiere waren mit Freude dabei, wie auch die Seelöwen und die Papageien.
Neben dem Loroparque war ich natürlich auch noch unterwegs, beeindruckt von den vielen Blüten und Pflanzen auf der Insel Teneriffa und La Gomera.
Vulkanisches Gestein, Meer, Schluchten, Palmen, Blumen, Kakteen, Echsen, ....... die Insel ist eine Reise wert. Und nun zu den Eindrücken, die ich bei meinen Besuchen im Loropark hatte.
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Als Bodenbelag ist sehr feiner Kies/Sand aus Lavagestein, dass sehr gut die Feuchtigkeit aufnehmen kann. Dieses wird täglich gerecht und ist gut sauber zu halten. Bei verschiedenen
Arten konnte ich beobachten, wie die Papageien sich immer wieder gerne im Bodenbereich aufgehalten haben. Das erste Bild zeigt einen Kappapagei auf dem Boden. Als nächste Art kamen 2 Kongopapageien, die leider nicht von einer Unterart sind. Bei Nachfragen, erklärte mir Herr
Reinschmidt, dass diese Beiden nicht verpaart sind und sie auf der Suche nach Unterartenreinen Gegengeschlechten sind.
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Zur Einrichtung der Volieren gehört auch ein Futterboard und ein Mineralstein. Anders sieht es ein wenig bei den Loris aus, die haben feste Seitenwände und gegossene
Steinrückwände, die leicht zu reinigen sind.
In der Zuchtstation ist die Einrichtung ähnlich. Bei den Loris und einigen anderen Arten sind es Hängekäfige und die Volieren sind in 2 Bereiche
eingeteilt die mit unterschiedlichen Netzen überspannt sind. Der eine mit einem blauen Netz, das mehr Licht und Sonne durchlässt (hier sind weisse Kakadus, Loris, Forpus, Poicephalus,... untergebracht) und der andere mit einem schwarzen Netz für die Arten, die im Urwald leben und nicht soviel Licht in ihrem natürlichen Umfeld haben. ( z.B. Aras, Palmkakadus, Amazonen, .....)
In den Volieren sind entweder Paare oder Paare mit Jungtieren untergebracht, die durch Pflanzen einen natrülichen Sichtschutz haben.
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Weitere Arten der Sperlinge sind zu sehen, oben der Blauflügelsperlingspapagei, unten links der Grünbürzel und rechts der Blaugenicksperlingspapagei.
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Agaporniden:
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Als nächste Gattung möchte ich die Unzertrennlichen zeigen. Besonders gefreut hat mich, dass nicht nur die “gängigen” sondern auch z.B. die Grau- oder Orangeköpfchen gezeigt werden. Grünköpfchen wurden schon versucht zu halten, leider gelang dieser Versuch nicht.
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Schwarzköpfchen
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In großzügigen Volieren werden viele der großen und kleinen Aras gehalten, die nur durch wenige Vertreter gezeigt werden.
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Papageienkindergarten:
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zu finden. Dort werden die Papageien nach der Handaufzucht zur Entwöhnung artenübergreifend und zur Sozialisation gehalten. Der Kindergarten befindet sich gleich
bei der Babystation, die ich aber nicht sehr intensiv beachtet habe, da sich dort sehr viel Menschen an den Scheiben drängten und ich die “Begaffung” bei der Fütterung durch Besucher nicht so gut fand.
Die Jungtiere werden dort in dunklen “Eimern” gehalten, was dem Nest sehr nahe kommt. Schade ist nur, dass durch die Menge an Tieren wohl immer ein Zeitdruck herrscht, der auch durch die Besucher
noch verstärkt wird. Für Viele ist es sicher toll, so etwas einmal live mitzuerleben, Inkubatoren, Aufzuchtfutterherstellung, Fütterung durch die Spritze,...........
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Der Kindergarten dagegen hat mir viel besser gefallen. Er zeigt wie die kl. Papageien miteinander spielen, sich als Sozialpartner benötigen und so dann erst zum richtigen
Papageien werden. Es ist also nicht so die Menschenprägung in den Vordergrund gestellt worden. Man hätte sich sicher an der Voliere noch manches besser vorstellen können, wie z.B. die Größe, aber insgesamt
fand ich dies einen guten Ansatz. Man könnte auch hier wieder endlos Bilder zeigen, aber das soll genügen. Wenden wir uns den Kakadus zu, die bis auf eine Art alle im Park gezeigt werden.
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Kakadus:
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Brillenkakadu
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Weissohr-rabenkakadu
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Die Volieren der Kakadus waren etwas klein, sollen aber, wenn das Klinikum fertig ist, erweitert werden. Ich hatte aber trotzdem das Gefühl, dass sie sich recht wohl fühlten.
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Helmkakadu, männlich
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Molukkenkakadu
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Und mit dem Liebling des Kurators, dem stolzen Palmkakadu, sollen nun auch die Bilder der Kakadus genügen. Gleich bei den Kakadus ist die Futterküche des Parks:
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Futter:
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Täglich bekommen die Papageien ein reiches Obstangebot. Für den Besucher wird gezeigt, wie vielseitig die Ernährung der Vögel ist, was ich immer wieder sehr gut
aufbereitet fand. Das Futter wird in Näpfen gereicht, die alle in der Zuchtstation gereinigt werden.
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Bei allen Papageien werden die gleichen Futternäpfe verwendet, teilweise mit Spangen an der Wand befestigt oder in Gitterkonstruktionen verankert. Ich selber verwende
teilweise diese Näpfe ebenfalls, bevorzuge aber andere, die durch unterschiedliche Größen mehr Möglichkeiten bieten. Als Futtermittellieferant ist die Firma Verselle Laga zu nennen, deren Futter ich
ebenfalls mit gutem Erfolg verwende, wie auch das Aufzucht- und Handaufzuchtfutter dieser genannten Firma. Es werden mittlerweile sogar schon Loroparkmischungen angeboten, diese sind durch Trockenobst
aufgewertet, welches ich der normalen Züchtermischung selbst beifüge.
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Weitere Papageien,Loris und Sittiche:
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Edward´s Feigenpapagei
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Kea
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Grünzügelpapagei
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Rotachselpapageien erst das Männchen und dann mit braunem Kopf das Weibchen
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Seelöwenshow: War in allen Vorführungen die ich besucht habe, sehr unterschiedlich, denn es arbeiteten immer unterschiedliche Tiere mit. Die Seelöwen waren die
Puplikumslieblinge von Anfang bis Ende der Show.
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Papageienshow: War für mich sehr laut, aber ich hatte nicht den Eindruck, dass die Tiere gestresst waren. Sehr schön fand ich den Abschluss der Show, da flogen
Kakadus, Aras zusammen mit einem Sonnensittichschwarm ihre Runden über dem Puplikum.
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Insgesamt waren die Shows nicht so mein Ding, wobei sie in solch einem Park zu den Puplikumsmagneten zählen und natürlich auch von mir mehrmals besucht wurden.
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Für Interessierte steht ein Porzellanpapageienmuseum im Thaidorf am Eingang des Parkes bereit.
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Vielen von uns “Papageienverückten” ist die Autorin Rosemary Low ein Begriff. Sie war früher Kuratorin im Park und war zu einer Tagung dort. Trotz Sprachbarrieren konnten wir doch
einige Worte wechseln und bei einer Bankpause ein kleines “Gespräch” führen. Schön, wenn sich die Fachwelt immer wieder an solchen Orten einfindet und Wissen austauscht im Sinne der Tiere, gut auch, wenn es dort
Tagungsräume gibt, die solchen Austausch erst ermöglichen.
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Mit diesen teneriffianischen Strelitzien möchte ich diese Parkgalerie beenden. Da die Insel und die Pflanzenwelt mich ebenfalls tief beeindruckt hat, auf der zweite Seite können hier ein kl. Teil der Bilder angeschaut werden.
Als Letztes möchte ich jedem die Loroparkfundation ans Herz legen, sie hat sich 7 Ziele gegeben, die ich voll unterstützenswert finde und ich hoffe, hier in Deutschland wie auch weltweit, dass diese Fundation noch viele Mitglieder findet, die diese Ziele mittragen.
Als kl. Bonbon haben Mitglieder freien Eintritt in den Loropark mit all seinen Angeboten.
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